Was heißt es "Kippa" zu tragen?

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Jürgen O. Stange
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Was heißt es "Kippa" zu tragen?

Beitrag von Jürgen O. Stange » Do Apr 26, 2018 7:39 am

LB zu Artikel in RZ 26.04.2018: "Kippa tragen".

Nun laufen sie wieder... – haben sie wirklich nachgedacht wofür? Das zu ende gedachte Denken führt zur Mystik, stellte Albert Schweitzer fest. In dem Ergebnis gibt es kein reduziertes Religionsmuster mehr! Juden-Kinder müssen in der Synagoge ab drei Jahren die Kippa tragen. Damit fühlen sie sich den „großen“ zugehörig. Irgendwann kapieren sie auch, was in den Synagogen gelehrt wird: Du gehörst zum „auserwählten Volk Gottes“. Somit ist das ein Zeichen, welches alle anderen ausgrenzt! Ich, als evangelisch sozialisierter Freidenker gehöre also nicht dazu. Das ist das Elend mit den „patriar- (s)chalen“ Religionen: die Juden sind das von Gott auserwählte Volk; für die Christen gibt es keine Erlösung ohne Jesus; für die Moslems sind alle anderen Menschen „Ungläubige“. Carl Gustav Jung, Zeitgenosse von Sigmund Freud, empfiehlt „Mythen“ einmal für wahrscheinlich zu nehmen. Davon werden Adam und Eva in persona nicht wahrhaftig, aber es öffnet Türen im Geiste! Hier sei erinnert, dass sich die drei zuvor genannten Religionen alle zu einem einzigen Stammvater, Abraham, bekennen. Abrahams Ehefrau Sarah hatte keine Kinder. Sie forderte ihren Ehemann auf, mit Hagar, der ägyptischen Magd einen Stammhalter zu zeugen. Diese gebar Ismael („Gott hat erhört“). Daraufhin hat sich Hagar gegenüber der Erstfrau Sarah erhoben: Ich habe den Stammhalter geboren! Die Traurigkeit Sahras wurde durch einen Engelbesuch aufgehoben: Sei nicht traurig, du wird auch einen Sohn gebären! Als über 80-jährige konnte und wollte sie das nicht glauben. Tatsächlich gebar sie Isaak, den nun legitimen Stammhalter. Danach ersuchte sie ihren Ehemann Abraham, Hagar mitsamt ihrem Sohn in die Wüste zu schicken, was auch geschah. Aus diesem Geschehen sind die Muslime entstanden. Ismael wird als Prophet verehrt. Hier sei noch an Elias Canetti (Literaturnobelpreisträger) erinnert: "Wie unfassbar bescheiden sind doch jene Menschen, die sich nur einer Regligion verschrieben haben. Ich hatte derer viele und die sich ihnen überordnet, entwickelt sich langsam in meinem Leben."

Jürgen O. Stange – Ochtendung –

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